Marketing während der Krise?

Marketing während der Krise?

Wir befinden uns in der vermutlich größten Krise seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Das haben wir bereits während der schlimmsten Phase der Corona-Epidemie geglaubt – und es kommen immer neue Probleme hinzu. Kriege, Inflation, eine drohende Rezession. Wie sollten Unternehmen in einer solchen Zeit mit Kommunikation und Marketing umgehen?

Die Wirtschaft steht vor einer schwierigen Zeit

Die Aussichten sind – jetzt, im September 2022 – düster. Die Deutsche Bundesbank rechnet mit einer schweren Rezession. Energie und vielen anderen Güter werden immer teurer. Es droht eine Welle von Insolvenzen. Der Blick auf die Zeit vor 2020 scheint wie in eine andere Welt, in der wir uns fast schon trunken von Höhenflug zu Höhenflug hangelten. 

Sich auf das Wesentliche konzentrieren

Ganz klar, die vermeintlich einfachen und fetten Zeiten sind vorbei. Für Unternehmen, Handwerker und Selbstständige heißt das: Sie müssen sich jetzt auf das Wesentliche konzentrieren. Unnötige Aktivitäten und Ausgaben müssen identifiziert – und wenn möglich eingestellt werden. Und am wichtigsten: Es braucht eine Strategie, um einen Weg durch die Krise zu finden.

Sparen bei Marketing, Kommunikation und Werbung?

Was bedeutet das für Marketing und Kommunikation? Viele würden intuitiv jetzt genau hier sparen und einen Gang runterschalten. Beides gehört nicht zu den Kernaufgaben des Unternehmens, richtig? In meinen Augen wäre dies ein existenzieller Fehler. Jedes Unternehmen hängt letztlich davon ab, ob es seine Produkte und Dienstleistungen verkauft bekommt. Trübt sich das Konsumklima, wird dies umso schwieriger. Gerade jetzt also den Bereich kürzen, der den Vertrieb stützt? Das ist keine gute Idee.

Den Weg aus der Krise finden

Eine Strategie aus der Krise wird viele Faktoren beinhalten müssen. Sie darf aber nie die Stärke des Unternehmens gefährden. Das von vielen ungeliebte – und in Boom-Zeiten unterschätzte – Marketing ist aber Teil des Stamms, auf dem das ganze Unternehmen steht. Vom Ast zu sprechen, wäre hier eine Untertreibung. Ein Weg aus der Krise wird nur möglich sein, wenn der Bereich, der den Umsatz steigern kann, nicht kaputtgespart wird. 

Die Weichen für später werden jetzt gestellt!

Ein weiterer Aspekt spricht für Marketing während der Krise. Vorher waren viele Branchen und Wirtschaftszweige fest unter bestimmten Anbietern aufgeteilt. Es herrschten feste Strukturen. Eine Krise wie diese kann diese aufbrechen. Wer jetzt daran arbeitet, sich zu stärken, wird später ein ganz anderes Standing haben können. Denn jetzt werden die Weichen für die Zukunft gestellt. 

Kommunikation und Marketing sind in einer Krise wichtiger denn je

Manche Unternehmen haben zu Zeiten des Booms gesagt: Marketing? Das brauchen wir nicht! Meine Antwort war damals immer: Mag sein, aber sobald eine Krise kommt, werdet Ihr froh über eine funktionierende Marketingstrategie sein. Der Zeitpunkt ist für viele nun gekommen. Marketing soll helfen, Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen. Je schwieriger das wird, desto nötiger ist Marketing. Deshalb solltest Du gerade jetzt Deine Anstrengungen eher verstärken – und auf keinen Fall einsparen. 

Leif Neugebohrn

Leif Neugebohrn

Gründer und Geschäftsführer von Magnecon. Kommunikationsberater, Speaker, Blogger. Spezialist für Markenentwicklung, Storytelling und Content-Marketing.
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