Personal Branding

Personal Branding: Müssen diese narzisstischen Egotrips echt sein?

Personal Branding hat einen schlechten Ruf. Für viele wirkt es wie eine narzisstische Selbstdarstellung einiger Gernegroßen. Und viel zu oft ist es das auch. Muss das so sein? 

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Personal Branding nach Vorlage?

Wer bei LinkedIn angemeldet ist, kennt diese Postings: Ein kleiner Erfolg wird mit gewichtigen Zitaten und Lebensweisheiten bis zur Unkenntlichkeit überhöht. Es werden Morgen-Routinen vorgestellt und viele andere eher unangenehme Einblicke in das Privatleben angeblicher Top-Leute gezeigt. 

Es gibt unzählige, angeblich mega erfolgreiche Personal Branding Berater (ja, meist sind das in diesem Fall Männer), die mit einfachsten Vorlagen und Binsenweisheiten auf Kundenfang gehen. Die Ergebnisse kennen wir leider alle.

So möchte doch niemand wahrgenommen werden!

Ich kann gut verstehen, dass Personal Branding so einen schlechten Ruf bekommen hat. Denn so möchte man nun wirklich nicht wahrgenommen werden. Personal Branding scheint für viele zur reinen Fake-Disziplin geworden sein. 

Ganz klar: Diese „Markenbildung“ schadet mehr, als sie nützt.

Was Personal Branding eigentlich bedeutet

Als Branding wird der aktive Aufbau einer Marke bezeichnet, also des Bilds, was Menschen von einem Unternehmen oder einer Organisation haben und was sie damit verbinden. Personal Branding bedeutet also schlichtweg die Markenbildung einer einzelnen Person.

Es geht also darum, nach außen ein klares Bild dieser Person aufzubauen und zu helfen, dass Menschen etwa die Kompetenz oder die Vertrauenswürdigkeit einer Person deutlich wahrnehmen können. 

Das Beste eines Menschen zeigen

Seriöses Personal Branding arbeitet daher viel subtiler, viel nachhaltiger. Der amerikanische Autor Dan Schawbel hat einmal geschrieben, Personal Branding sei nicht, sich selbst so zu verändern, um den Erwartungen anderer gerecht zu werden. Eine gute persönliche Markenbildung ist nie Fake, sie versucht nie etwas behaupten, was so nicht vorhanden ist. 

Mit Personal Branding richten wir vielmehr den Scheinwerfer auf die Stärken, die Kompetenz und die Geschichte der Person. Das geht nie schnell und schon gar nicht mit einigen billigen Vorlagen über Nacht. Markenbildung benötigt Zeit und Geduld.

Personal Branding? Ja, aber bitte seriös

Personal Branding gehört zu den wichtigsten und mächtigstem Marketingdisziplinen. Führungskräfte können durch konsequentes Umsetzen einer persönlichen Markenstrategie nicht nur sich selbst, sondern ihr ganzes Unternehmen stärken. Dazu braucht es aber eine seriöse, nachhaltige Arbeit.

Leif Neugebohrn

Leif Neugebohrn

Gründer und Geschäftsführer von Magnecon. Kommunikationsberater, Speaker, Blogger. Spezialist für Markenentwicklung, Storytelling und Content-Marketing.
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