Leif Neugebohrn

Schwächen zeigen macht Dich stärker

Kommunikation und Führung sollen heute nahbar, authentisch und menschlich sein. Das bedeutet auch, dass wir uns trauen müssen, Schwächen zu zeigen und über Niederlagen zu sprechen. Warum dies für Dein Personal-Branding wichtig ist und wie Du Dich so insgesamt stärken kannst, beschreibe ich in diesem Blogartikel.

Wir wollen immer perfekt und stark wirken

„Zeige keine Schwäche!“ – Diesen Satz hat vermutlich jeder von uns schon einmal gehört. Leider richten sich viele Menschen auch danach. Viele haben den Drang, vor allem zu zeigen, wie toll sie doch eigentlich sind. Klar, das ist ganz natürlich. 

Die Folge ist aber, dass wir ständig Menschen begegnen, die von ihren Erfolgen erzählen, stolz präsentieren, wie stark, unnachgiebig und mutig sie doch seien und so tun, als ob sie Niederlagen und Zweifel hauptsächlich aus Erzählungen anderer kennen. Und ja, mir geht das manchmal ganz genauso.

Ganz egal ob In Wirtschaft, Politik oder Privatleben – überall sehen wir nur Leute, die peinlich genau darauf achten, ihre Stärken zu zeigen und Fehler möglichst zu vertuschen. 

Das Problem: Glaubhaft ist das alles nicht. Und ein Zeichen echter Stärke schon gar nicht.

Personal-Branding: Schwäche zeigen macht stärker

Was echte Stärke ausmacht

Ich befürchte, häufig ist die Ursache, möglichst stark wirken zu wollen und alle Schwächen zu verbergen, ein massiver Minderwertigkeitskomplex. Und intuitiv spüren wir das alle. Denn immer wieder begegnen uns wirklich erfolgreiche oder mächtige Menschen, die das alles einfach nicht nötig haben.

Ein Beispiel: Eine Niederlage in der Vergangenheit bringt in der Regel viele Erfahrungen, aus denen man lernen kann. Wer ist nun also wirklich stark? Derjenige, der für die Zukunft gelernt hat – oder derjenige, der das noch vor sich hat?

Was bedeutet das? Echte Stärke macht aus, dass man zu seinen Schwächen einfach stehen kann. Sie sind ein Teil des Erfolgs.

Schwächen zeigen macht Dich glaubwürdiger

Besonders wichtig finde ich aber, dass es Dich schlicht glaubwürdiger macht, Schwächen und auch Zweifel und Sorgen zu zeigen. Denn was viele nicht bedenken ist, dass uns doch letztlich allen klar ist, dass jeder Mensch viele Schwächen hat und Niederlagen in seiner Vergangenheit erleben musste.

Wie realistisch sind also all die vermeintlichen Überflieger und Super-Typen? Letztlich ist es doch ganz einfach: Wenn man bereits spürt, dass jemand nicht so wirklich authentisch und ehrlich ist, sind auch die Erfolge nicht mehr glaubhaft. Zeigt aber jemand auch Schwächen und Niederlagen, sind all die Stärken umso glaubwürdiger.  

Die Menschen können sich besser mit Dir identifizieren

Und – last, but not least – kommt auch hinzu, dass Kommunikation und Branding auch immer bedeuten, dass sich Deine Zielgruppen mit Dir in irgendeiner Form identifizieren können müssen. Nur so entstehen belastbare Beziehungen. Wenn Du also auch über Probleme, Sorgen, Schwächen und Niederlagen sprichst, machst Du es den Menschen einfach, Dir zu folgen. Sie können sich selbst darin erkennen. Du wirst menschlicher und wirkst authentischer – und viel, viel ehrlicher. 

Sei mutig und zeige Schwächen

Schwäche zu zeigen, das erfordert Mut – und ein bisschen Fingerspitzengefühl. Du brauchst eine gute Mischung, eine Balance. Und dann kann es sogar so sein, dass wenn Du wirklich von einer großen Schwäche ablenken musst, es besser ist, bewusst andere und kleinere Schwächen zu zeigen. Trau Dich, auch über Deine Sorgen, Niederlagen und Zweifel zu sprechen. Du wirst nur stärker dadurch. 

Leif Neugebohrn

Leif Neugebohrn

Gründer und Geschäftsführer von Magnecon. Kommunikationsberater, Speaker, Blogger. Spezialist für Markenentwicklung, Storytelling und Content-Marketing.
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