Storytelling - Geschichten beginnen mit einem Problem

Storytelling – Jede gute Geschichte beginnt mit einem großen Problem

Gute Geschichten fesseln uns oft so sehr, dass wir uns kaum von ihnen lösen können. Das können wir uns mit Storytelling im Marketing zunutze machen. Dazu müssen wir uns der gleichen Elemente und Strukturen bedienen, die auch bei Geschichten in Literatur und Film genutzt werden. Besonders wichtig: Jede Geschichte beginnt mit einem Problem. 

Ein Konflikt ist der Grund, warum eine Geschichte entsteht

Was ist Dein Lieblingsfilm oder Dein Lieblingsroman? Egal, wie die Handlung ist und egal in welchem Genre die dort erzählten Geschichten angesiedelt sind – es stehen immer ein Konflikt oder Problem am Anfang. Sei es eine Bedrohung oder Gefahr, Einsamkeit oder Liebeskummer, eine Herausforderung oder was auch immer – das Problem ist in aller Regel das Samenkorn, aus dem die Geschichte letztlich entspringt. Die Geschichte erzählt dann den Weg, wie das Problem angegangen und (im besten Falle) gelöst wird. 

Aber, die Literaturwissenschaft sagt doch…?

Zugegeben, in der Literaturwissenschaft wird dies nicht ganz so eindeutig gesehen. Und es werden sich mit Sicherheit Beispiele für Romane finden, in denen das anders gelöst wurde. In Japan gibt es mit Kishōtenketsu sogar eine traditionelle Struktur, die ohne Konflikt auskommt. 

Fast immer handelt es sich dabei aber um etwas, was wir vermutlich flapsig als “nicht besonders einfache Kost” bezeichnen würden. In der Literatur kann das etwas Wundervolles sein, im Marketing dagegen geht es ja gerade darum, Strukturen zu finden, die bei möglichst vielen Menschen besonders einfach funktionieren. 

Durch Storytelling sollen unsere Zielgruppen sich mit uns identifizieren

Wir setzen im Marketing Storytelling aus einem wichtigen Grund ein: Wir wollen, dass unsere Zielgruppen sich mit unseren Botschaften identifizieren können und dass sie emotional angesprochen werden. Wir nutzen also möglichst einen Konflikt, der genau so von den Menschen auch erlebt und durchgestanden werden muss, die wir ansprechen wollen. Sie werden uns dann nicht nur zuhören, sondern emotional sich mit uns auf den Weg der Problem- und Konfliktlösung machen.  

Drei Arten von Konflikten

Ein Konflikt im Zentrum Deiner Geschichte ist immer etwas ganz Individuelles. Dennoch gibt es hauptsächlich drei Arten von Konflikten, die wir für das Storytelling nutzen:

  • Ein Konflikt zwischen unserer Heldin oder unseres Helden und anderen Menschen: Streit und Feindschaft, romantische Gefühle oder Liebeskummer – es gibt viele Formen von Problemen und Konflikten zwischen Menschen.
  • Ein Konflikt, den unsere Heldin mit dem Leben und der Welt hat: Von der Naturkatastrophe bis zum Krieg, Krankheit und Gesundheit, gesellschaftliche Umbrüche oder wirtschaftliche Probleme – auch hier sind die Konflikte äußerst vielfältig.
  • Ein Konflikt, den unser Held mit sich selbst hat: Jeder Mensch kämpft immer wieder mit sich selbst – mit seinen Ängsten und Sorgen, mit Gefühlen und Bedürfnissen. Diese sind die Grundlage für unendlich viele Geschichten.

Fazit: Löse die Probleme Deiner Zielgruppen

Am wirkungsvollsten und effektivsten ist es, die Probleme und Konflikte Deiner Zielgruppen in den Mittelpunkt Deiner Geschichten zu stellen – und zu zeigen, wie Du sie löst. Werde zum Mentor für die Menschen, die Du erreichen willst. So schaffst Du wahrhaft magnetisches Marketing, dem sich die Menschen kaum entziehen können.

Leif Neugebohrn

Leif Neugebohrn

Gründer und Geschäftsführer von Magnecon. Kommunikationsberater, Speaker, Blogger. Spezialist für Markenentwicklung, Storytelling und Content-Marketing.
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